In Hannover wird heute die weltgrößte Computermesse CeBIT für das Publikum geöffnet. Zum 20-jährigen Jubiläum der Messe haben sich insgesamt 6.262 Aussteller angemeldet, das ist etwas mehr als im Vorjahr. Die Deutsche Messe AG rechnet heuer mit einer halben Million Besuchern.
Auch die Auslandsbeteiligung ist in diesem Jahr mit 3.305 Firmen rege ausgefallen, die meisten Aussteller kommen dabei aus Taiwan, China, Südkorea und den USA. Die Zahl der österreichischen Aussteller fällt mit knapp 40 Firmen eher spärlich aus.
Hauptthemen der CeBIT 2006 sind unter anderem Internet-Telefonie, schnelle Breitbandzugänge und digitale Unterhaltung. Erstmals findet parallel zur CeBIT auch die Sonderschau “digital living” statt, die dem Unterhaltungselektronik-Boom Rechnung trägt.
Klassische Computerindustrie und Unterhaltungselektronik seien nicht mehr voneinander zu trennen, so Messevorstandsmitglied Ernst Raue. “Die Zukunft der Branche liegt neben den Business-Anwendungen im Lifestyle-Bereich.” Die CeBIT müsse sich dieser Marktentwicklung öffnen, glaubt Raue.
Auch Funkchips [RFID] spielen auf der diesjährigen CeBIT eine wichtige Rolle. Der Großhändler Metro will auf der Messe das Einkaufen der Zukunft demonstrieren. Der Handelskonzern setzt konsequent auf die RFID-Technik, bei der die Daten von kleinen Chips auch ohne direkten Kontakt auf kurze Entfernung per Funk ausgelesen werden können.
Generell bleibt die CeBIT aber eine Messe der Giganten: Unternehmen wie Microsoft, Sony und Nokia präsentieren auf Hunderten von Quadratmetern ihre Neuentwicklungen in pompösem Rahmen. Kleinen Unternehmen fällt es daneben schwer, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Einige der österreichischen Aussteller ziehen es deshalb vor, einen Partnerstand bei Kooperationspartnern zu beziehen: Philips Austria und CISC Semiconductor etwa unterstützen Metro bei der Funkchip-Präsentation. Andere Softwareentwickler setzen auf Microsoft und Sun Microsystems als Partner. Der Linzer Hersteller Gericom ist mit seinen TV-Geräten und Notebooks auf einem eigenen Stand vertreten.
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